Elternbereich
Geschichten, die etwas in Bewegung bringen
Trulla soll Kindern nicht zeigen, wie sie sein müssen. Die Geschichten begleiten sie dabei, ihre eigenen Gefühle, Gedanken und Stärken zu entdecken.
Trulla ist neugierig, mutig, trotzig, herzlich und manchmal unsicher – oft alles gleichzeitig. Sie ist kein perfektes Vorbild, sondern ein echtes Kind mit Ecken, Kanten und großem Herzen. Gerade dadurch können Kinder sich in ihr wiederfinden.
Wenn in Trullas Kopf zu viele Gedanken Purzelbäume schlagen, zählt sie. Immer nur bis vier. Dieses Zählen hilft ihr, einen Moment innezuhalten und wieder ruhiger zu werden. Für Trulla ist es kein Tick, sondern ihr ganz eigener Trick.
„Eins, zwei, drei, vier – alles ist in dir.“ Dieser Satz steht für die Grundidee des Trulla-Universums: Kinder müssen nicht erst jemand anderes werden, um mutig, ruhig, freundlich oder stark zu sein. Vieles davon ist bereits in ihnen und darf durch Geschichten, Erfahrungen und kleine Rituale sichtbar werden.
Die Werte werden dabei nicht erklärt oder abgefragt. Sie entstehen mitten im Abenteuer: wenn Trulla trotz Aufregung innehält, Hilfe anbietet, geduldig bleibt oder jemandem mit Herz begegnet. In ihrem ersten Abenteuer bewirkt sie gerade durch Ruhe, Geduld und Hilfsbereitschaft etwas Besonderes.
Trullas Sternenruhe: Am Ende der Geschichte lädt Trullas Sternmoment Kinder dazu ein, es sich gemütlich zu machen, eine Hand auf den Bauch zu legen und gemeinsam langsam bis vier zu atmen. Die Sternenruhe ist ein liebevolles Mitmachritual für ruhige Momente, zum gemeinsamen Vorlesen oder als Übergang in die Nacht. Sie ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung, sondern ergänzt die Geschichte um einen einfachen Moment der Nähe, Fantasie und Ruhe. Unsere Übungen zur mentalen Gesundheit von Kindern und zur Resilienzförderung im Familienalltag begleiten euch präventiv – als liebevolle Ergänzung, nicht als Ersatz für professionelle Hilfe.
Gemeinsam lesen, fühlen und entdecken
Das Trulla-Universum verbindet Alltag, Humor und Magie. Es lässt Raum für Gespräche, ohne Kindern eine fertige Botschaft vorzusetzen.
Manchmal entsteht daraus nur ein Lachen. Manchmal eine Frage. Und manchmal der kleine Gedanke: Das steckt vielleicht auch in mir.
Elternbereich
Kleine Rituale, ehrliche Worte und ein bisschen Küchenmagie – fünf Bausteine, die euch als Familie durch besondere und manchmal schwierige Momente begleiten können.
Trullas Mutfunkel-Zauber
Ein Anhänger wird zum Erinnerungsanker für mutige Momente.
Trullas geheime Zeichen
Sechs stille Zeichen zwischen Eltern und Kind.
Können Mamas nicht alle zaubern?
Zwei kleine Elternzauber für ruhige Momente.
Trullas Blütenpause
Sechs sanfte Alltagsrituale für Kinderherzen.
Trullas Himmelsplatz
Wenn jemand fehlt – behutsame Trauer-Rituale.
Trullas Mutfunkel-Zauber
Ein kleiner Gegenstand. Ein gemeinsamer Moment. Eine Erinnerung an Mut, Liebe und Verbindung.
Der Mut wohnt schon in dir.
Der erste Kindergartentag, eine neue Schule, eine Übernachtung, ein Arzttermin oder der Start in einer unbekannten Gruppe: Manche Wege muss ein Kind selbst gehen – aber es muss sich dabei nicht allein fühlen. Dieses Eingewöhnungsritual macht Kindergarten und Schule ein Stück leichter und hilft, Trennungsangst Schritt für Schritt zu überwinden.
Beim Mutfunkel-Zauber wählen Kind und Begleitperson gemeinsam einen ganz normalen Anhänger oder ein Armband aus. In einem kleinen Ritual wird daraus der persönliche „Mutfunkler“. Er verbindet einen vertrauten Gegenstand mit Nähe, Atem und einem kleinen nächsten Schritt.
So wird der Mutfunkler aufgeladen
Ein liebevolles Ritual in fünf Schritten
1 · Auswählen
Das Kind sucht einen kleinen Anhänger oder ein Armband selbst aus.
2 · Warm halten
Legt den Mutfunkler zwischen eure Hände und atmet viermal ruhig.
3 · Mut erinnern
Sagt dem Kind eine echte Stärke: Du kannst Hilfe holen. Du darfst dir Zeit lassen.
4 · Lichtkreis
Fahrt einmal mit dem Finger darum. Stellt euch blau-goldene Lichtfunken vor.
5 · Zauberspruch
Sprecht den Spruch gemeinsam. Danach ist der Mutfunkler bereit.
Der Zauberspruch
Goldener Stern und blaues Licht,
meinen Mut erschaffst du nicht.
Du erinnerst mich daran,
dass ich kleine Schritte kann.
Einmal drücken, ruhig atmen,
Schritt für Schritt kann ich es wagen.
Eins, zwei, drei, vier –
Mut und Liebe sind in mir.
Wenn du ihn brauchst
Berühre ihn, atme langsam aus und suche nur deinen nächsten kleinen Schritt.
Wenn er einmal fehlt
Hand aufs Herz: Die Kraft und die Verbindung bleiben immer in dir.
Für Eltern: Was hinter dem Zauber steckt
Nähe, Atmung und ein kleiner Handlungsplan
Der Mutfunkler verspricht nicht, dass nichts Schwieriges passiert. Er verbindet einen vertrauten Gegenstand mit Nähe, Atem und einem kleinen nächsten Schritt.
1 · Verbindungsanker
Ein vertrauter Gegenstand kann in einer mild belastenden Trennungssituation Nähe und Sicherheit symbolisieren. Sein Wert entsteht durch die gemeinsam gegebene Bedeutung – nicht durch Preis oder Material.
2 · Vorhersehbares Ritual
Die feste Reihenfolge gibt Orientierung: berühren, ausatmen, Satz sprechen, nächsten Schritt suchen. Das Kind weiß, was es tun kann, wenn Aufregung auftaucht.
3 · Gemeinsame Regulation
Beim Aufladen erlebt das Kind Blickkontakt, ruhige Worte und gemeinsames Atmen. Der Mutfunkler erinnert später an diesen zugewandten Moment.
4 · Wenn-Dann-Plan
Wenn mein Herz klopft, drücke ich meinen Mutfunkler, atme aus und suche den nächsten kleinen Schritt. Ein einfacher Plan ist leichter abrufbar.
5 · Selbstwirksamkeit
Der Gegenstand erschafft den Mut nicht. Er erinnert das Kind an eigene Fähigkeiten, Unterstützung und Verbindung. Deshalb funktioniert der Satz auch mit der Hand auf dem Herzen.
Trullas wichtigster Satz
Der Mutfunkler macht deinen Mut nicht. Er erinnert dich nur daran, dass dein Mut schon in dir wohnt.
Gut begleiten – ohne falsche Versprechen
Der Zauber darf Halt geben, aber Angst nicht wegreden
Dabei kann er begleiten
- erster Tag in Kindergarten oder Schule
- Schulwechsel oder neue Gruppe
- Arzt- oder Zahnarzttermin
- Übernachtung ohne Eltern
- Auftritt, Referat oder wichtiges Gespräch
- Momente, in denen Nähe gebraucht wird
Bitte vermeiden
- „Damit kann dir nichts passieren.“
- als Belohnung oder Strafe einsetzen
- zum Tragen oder Erzählen zwingen
- jede Angst mit dem Gegenstand überdecken
- starke, anhaltende Ängste allein mit einem Ritual behandeln
Wenn der Mutfunkler verloren geht
Der Zauber ist nicht verschwunden. Das Kind legt die Hand auf sein Herz, atmet aus und spricht: „Eins, zwei, drei, vier – Mut und Liebe sind in mir.“ Der Gegenstand war immer nur die Erinnerungshilfe.
Ein hilfreicher Elternsatz: „Ich weiß, dass du ihn vermisst. Alles, was wir hineingezaubert haben, ist noch da: unsere Verbindung, dein Atem und deine kleinen Schritte.“
Sicherheit
Der Gegenstand muss zum Alter passen. Keine verschluckbaren Kleinteile für kleine Kinder. Ketten und Armbänder beim Schlafen, Toben, Sport oder bei Hängenbleib-Risiko ablegen. Ein Schlüsselanhänger in der Tasche oder ein kleines Stoffband kann eine sichere Alternative sein.
Wann Unterstützung wichtig ist: Wenn Angst stark bleibt, häufig wiederkehrt oder Alltag, Kindergarten, Schule oder Schlaf deutlich einschränkt, bitte kinderärztliche oder psychologische Unterstützung suchen.
Der Mutfunkel-Zauber ist ein Familienritual zur emotionalen Unterstützung und ersetzt keine medizinische, psychologische oder therapeutische Beratung.
Dreiseitiges Paket mit Zauberkarte, Elternwissen und Sicherheitshinweisen zum Ausdrucken.
Trullas geheime Zeichen
Manchmal braucht ein Kind keine lange Erklärung. Manchmal reichen ein ruhiger Finger, ein vertrautes Zeichen und die stille Botschaft: Ich bin bei dir.
Sucht euch die Zeichen gemeinsam in einem ruhigen Moment aus. Das Kind entscheidet immer, ob es berührt werden möchte und ob das Zeichen auf den Rücken, den Hinterkopf oder die eigene Handfläche gemalt wird. Mutstern, Ruhekringel, Herzensspur, Traumzeichen, Mutanker und Lichthülle bekommen bei euch ihre eigene Bedeutung.
So entsteht eine geheime Kommunikation zwischen Eltern und Kind: kleine Zeichen für Momente, in denen Worte gerade fehlen.
Der Mutstern
Wann passt es? Vor Kindergarten, Schule, Arztterminen, Übernachtungen oder einer neuen Situation.
So geht es: Frage: „Möchtest du unser Mutzeichen spüren?“ Male langsam einen Stern mit der Fingerkuppe auf den Rücken oder ganz sanft auf den Hinterkopf. Lass deine Hand anschließend einen Augenblick ruhig liegen.
„Ein Stern für deinen Mut. Du musst nicht alles auf einmal schaffen. Nur deinen nächsten kleinen Schritt.“
Für Eltern: Das Zeichen verspricht nicht, dass nichts Schwieriges passiert. Es erinnert das Kind an seine Fähigkeiten, eure Verbindung und den nächsten machbaren Schritt.
Der Ruhekringel
Wann passt es? Bei Gedankenflut, kurzfristiger Überreizung, innerer Unruhe oder vor dem Einschlafen.
So geht es: Beginne außen und zeichne mit der Fingerkuppe eine große Spirale, die langsam immer kleiner wird. In der Mitte bleibt dein Finger für einen ruhigen Atemzug liegen. Der Kontakt darf gut spürbar sein, aber nie unangenehm.
„Rundherum und Stück für Stück. Alles darf langsamer werden. In der Mitte wird es still. Du darfst ruhen.“
Für Eltern: Nicht jedes Kind mag Berührung am Kopf. Der Rücken oder die eigene Handfläche sind gleichwertige Alternativen.
Die Herzensspur
Wann passt es? Bei Abschieden, Heimweh, Übernachtungen oder wenn ein vertrauter Mensch gerade fehlt.
So geht es: Male langsam ein Herz auf den Rücken. Ziehe von der Herzspitze eine kurze Linie nach unten und lege die Hand danach einen Moment ruhig auf.
„Dieses Herz gehört zu dir. Auch wenn du mich nicht sehen kannst, bleiben unsere Liebe und unsere Verbindung bei dir.“
Für Eltern: Das Kind kann die Herzensspur später selbst auf seine Handfläche malen und sich damit an eure Verbindung erinnern.
Das Traumzeichen
Wann passt es? Wenn der Körper müde ist, im Kopf aber noch viele Gedanken kreisen und das Einschlafen schwerfällt.
So geht es: Frage: „Möchtest du dein Traumzeichen spüren?“ Zeichne das runde Zeichen langsam und mit angenehm deutlichem Kontakt auf den Rücken oder ganz sanft auf den Hinterkopf. Folge den drei weichen Bögen nacheinander und tippe die beiden Punkte zum Schluss ganz ruhig an. Lege danach die Hand noch für einen Atemzug auf.
„Der Tag darf jetzt gehen. Meine Gedanken werden leiser. Ich bin geborgen. Ich darf schlafen.“
Für Eltern: Das Zeichen muss Schlaf nicht erzwingen. Es beendet den Tag mit einem vertrauten Ablauf und gibt den Gedanken einen Ruhepunkt.
Der Mutanker
Wann passt es? Bei einem kurzen Angstmoment, nach einem schlechten Traum, vor einer neuen Situation oder wenn sich etwas gerade zu groß anfühlt.
So geht es: Frage: „Möchtest du deinen Mutanker spüren?“ Beginne oben und zeichne das längliche Zeichen langsam mit der Fingerkuppe nach unten. Folge den beiden Bögen und beende die Linie unten. Lege anschließend die ganze Hand ruhig auf die Stelle.
„Ja, die Angst ist gerade da. Ich bin nicht allein. Ich atme. Mein Mut bleibt bei mir. Ich schaffe meinen nächsten kleinen Schritt.“
Für Eltern: Die Angst wird nicht weggeredet und muss nicht sofort verschwinden. Das Zeichen verbindet Anerkennen, Nähe und einen kleinen nächsten Schritt.
Trullas Lichthülle
Wann passt es? Wenn sich dein Kind unsicher, empfindlich oder ungeschützt fühlt und sich nach Wärme, Geborgenheit und einer stärkenden Vorstellung sehnt.
So geht es: Frage: „Möchtest du dich in Licht hüllen lassen?“ Zeichne zuerst langsam das große Oval auf den Rücken. Ergänze danach die fünf Lichtstrahlen: einen nach oben, zwei zu den Seiten und zwei nach unten. Lege zum Schluss die ganze Hand in die Mitte. Stellt euch gemeinsam vor, wie sich von dort warmes, goldenes Licht um den ganzen Körper legt. Dein Kind darf seinem Licht auch eine andere Farbe geben.
„Goldenes Licht umhüllt mich. Es ist warm und hell. Ich bin nicht allein. Ich darf mich geborgen fühlen.“
Für Eltern: Die Lichthülle verspricht keinen unsichtbaren Schutz vor Gefahren. Die Vorstellung kann dem Kind aber helfen, Wärme, Nähe und innere Geborgenheit bewusster wahrzunehmen.
Kurzer Hinweis: Die Geheimzeichen sind kleine Rituale für vorübergehende Unruhe, Gedankenflut, Abschiede oder schwierige Übergänge. Sie ersetzen keine medizinische, psychologische oder therapeutische Unterstützung. Bitte frage dein Kind vor jeder Berührung — Rücken und Handfläche sind gleichwertige Alternativen, wenn dein Kind am Kopf nicht berührt werden möchte. Wenn Ängste, Schlafprobleme oder Unruhe stark sind, häufig wiederkehren oder den Alltag deutlich einschränken, holt euch bitte fachliche Unterstützung.
Alle sechs Zeichen mit Druckseiten zum Ausdrucken.
Können Mamas nicht alle ein bisschen zaubern?
Mamas können ein Aua wegpusten, Bauchweh ein kleines bisschen leichter machen und mit einer Umarmung die Welt wieder zurechtrücken. Nicht, weil sie echte Zauberkräfte besitzen – sondern weil ihre Nähe, ihre Stimme und ihre ruhigen Hände einem Kind sagen: Du bist nicht allein. Ich bleibe bei dir.
Diese kleinen Zauber sind natürlich nicht nur für dein Kind gedacht – sie eignen sich genauso gut für eine kleine Mama-Me-Time mitten im Familienalltag, wenn alles gerade zu viel wird.
Hier findest du ein paar kleine Elternzauber, mit denen du deine persönliche Zauberkiste erweitern kannst. Für Gedankenfluten, übervolle Tage, hibbelige Körper und Abende, an denen der Kopf einfach nicht schlafen möchte. Natürlich können auch Papas, Omas, Opas und andere vertraute Herzensmenschen diese Zauber lernen.
Zauber 1: Trullas Ruhehände
Dieser kleine Zauber kann helfen, wenn dein Kind gerade überreizt, gedanklich übervoll oder sehr unruhig ist.
Frage zuerst: „Darf ich dir mit meinen Händen helfen, wieder ein bisschen ruhiger zu werden?“
Stell dich hinter dein Kind. Lege eine Hand flach auf seine Stirn und die andere an seinen Hinterkopf. Halte den Kopf ruhig zwischen deinen Händen – mit einem sanften, gleichmäßigen und gut spürbaren Druck. Nicht fest drücken und nicht am Kopf oder Nacken ziehen.
Atme selbst langsam und ruhig. Du musst nichts erklären und keine Fragen stellen. Bleib einfach für einige Atemzüge da. Dabei kannst du leise sagen:
„Meine Hände halten dich. Du musst gerade nichts schaffen. Alles darf ein bisschen langsamer werden. Ich bin bei dir.“
Manche Kinder mögen diese Art von ruhigem, begrenzendem Kontakt sehr. Andere möchten lieber nur eine Hand oder gar keine Berührung. Das Kind entscheidet.
Zauber 2: Trullas goldener Gedankenwischer
Für Abende, an denen viel zu viele Gedanken gleichzeitig im Kopf herumflitzen.
Sag deinem Kind: „Stell dir vor, ich habe einen goldenen Gedankenwischer. Er sieht ein bisschen aus wie ein Teigschaber – mit einer ganz weichen, biegsamen Kante. Damit kann ich alle Gedanken einsammeln, die dich heute nicht schlafen lassen.“
Fahre nun mit deinen Händen langsam und flächig über den Kopf. Nicht federleicht und kitzelig, sondern mit einem sanften, deutlichen Kontakt – so, als würdest du tatsächlich etwas lösen und mitnehmen.
Streiche: über den oberen Kopf, an den Seiten entlang, hinter den Ohren, über den Nacken, und anschließend noch einmal bis zur Stirn.
Zieh die Hände am Ende langsam vom Kopf fort und tu so, als würdest du die eingesammelten Gedanken in ein goldenes Sternenglas legen.
Dann fragst du: „Fühl einmal nach: Sitzt irgendwo noch ein Gedanke fest?“
Dein Kind darf dir die Stelle zeigen. Dort lässt du den goldenen Gedankenwischer noch einmal entlangfahren. Das wiederholt ihr so lange, bis sich der Kopf leerer oder ruhiger anfühlt.
„Für heute sind alle Gedanken gut aufgehoben. Du musst nichts mehr lösen und nichts mehr festhalten. Dein Kopf darf jetzt schlafen. Morgen sind wir wieder für alles da.“
Beide Elternzauber mit Bildern zum Ausdrucken und Nachlesen.
Trullas Blütenpause
Sanfte Alltagsrituale für Kinderherzen – und für Eltern, die mitfühlen.
Manche Tage brauchen keinen großen Plan. Vielleicht braucht es nur einen Moment zum Anhalten, eine Blume zum Anschauen, eine kleine Frage und jemanden, der sagt: „Ich bin da.“ In Trullas Blütenpause stehen sechs Blumen für unterschiedliche Alltagssituationen. Die Bachblüten werden nur in ihrer traditionellen Bedeutung vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen nicht die Tropfen, sondern die gemeinsame Pause, das Gespräch und eine kleine Übung zur Selbstregulation.
Sechs achtsame Rituale für den Familienalltag – kleine Übungen zur Entschleunigung mit Kindern, für Tage, an denen sich Überforderung im Familienalltag breitmacht und alle eine bewusste Pause brauchen.
„Eine Blume kann mich daran erinnern, was ich gerade brauche. Die eigentliche Kraft wächst in mir – und manchmal hilft mir ein lieber Mensch dabei, sie wiederzufinden.“
Manchmal hilft es Kindern, neben dem gemeinsamen Ritual auch ein eigenes kleines Werkzeug zu haben, das sie selbst benutzen dürfen – zum Beispiel ein paar Tropfen der passenden Bachblüte. Das ersetzt keinen Arztbesuch und keine fachliche Hilfe, kann aber als liebevolle, zusätzliche Unterstützung dienen.
Wichtiger Hinweis für Eltern: Eine Wirksamkeit von Bachblüten bei Angst, starker Unruhe, ADHS oder anderen psychischen Beschwerden ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Die zuverlässigsten klinischen Studien zeigten keinen Vorteil gegenüber Placebo. Bachblüten ersetzen keine kinderärztliche, psychologische oder therapeutische Beratung und Behandlung. Wenn ihr ein Bachblütenprodukt verwenden möchtet, prüft bitte die vollständige Zutatenliste und die Altersangaben. Lasst euch im Zweifel in der Kinderarztpraxis oder Apotheke beraten. Diese Seiten geben keine Dosierungs- oder Produktempfehlungen. Sie sind als liebevolle, ergänzende Familienrituale gedacht.
Trullas Mutmoment
Manche Ängste können Kinder genau benennen: der dunkle Flur, ein Arzttermin, ein Hund, ein Referat. Schaut euch die gelbe Blume gemeinsam an, das Kind darf zeigen, wovor es sich fürchtet, und ihr überlegt nur den allerkleinsten nächsten Schritt.
Trulla fragt: „Was macht dir gerade Angst? Was wäre ein winzig kleiner Schritt, den du dir zutraust?“
„Mut bedeutet nicht, dass die Angst weg ist. Mut bedeutet: Ich gehe einen kleinen Schritt und darf dabei Hilfe haben.“
Für Eltern: Versuche die Angst nicht sofort kleinzureden. Ein ruhiges „Ich glaube dir, dass sich das groß anfühlt“ gibt oft mehr Halt als „Du brauchst doch keine Angst zu haben“.
Trullas Sicherheitsmoment
Manchmal fühlt sich ein Kind unruhig oder ängstlich, kann aber nicht sagen, warum. Stellt beide Füße auf den Boden. Das Kind nennt drei Dinge, die es sieht, zwei Geräusche, die es hört, und eine Stelle im Körper, die sich gerade sicher anfühlt.
Trulla fragt: „Du musst nicht wissen, woher das Gefühl kommt. Was hilft deinem Körper jetzt, sich ein bisschen sicherer zu fühlen?“
„Auch eine Angst ohne Namen darf da sein. Ich schaue mich um: Jetzt bin ich hier. Ich bin nicht allein.“
Für Eltern: Dränge nicht auf eine Erklärung. Biete zwei einfache Möglichkeiten an: „Möchtest du meine Hand oder lieber die Decke?“
Trullas Hummelpause
Manche Kinder sind schnell, ungeduldig, voller Bewegungsenergie. Zuerst dürfen die Hummeln fliegen: zehnmal hüpfen, die Hände ausschütteln. Danach setzt sich das Kind hin, eine Hand auf den Bauch, und ihr atmet viermal langsam aus – mit einem langen „Pffff“ wie eine müde Hummel.
Trulla fragt: „Müssen deine Hummeln zuerst fliegen, schütteln oder stampfen? Und wo möchten sie danach landen?“
„Mein Körper hat heute viel Energie. Ich muss sie nicht wegmachen. Ich helfe ihr nur, einen guten Weg zu finden.“
Für Eltern: Bewegungsenergie ist nicht automatisch Ungehorsam. Hilf zuerst beim Regulieren und stelle Anforderungen erst danach.
Trullas Gedankenruhe
Vor dem Einschlafen kann der Kopf dieselben Gedanken immer wiederholen. Das Kind malt den Gedanken auf einen kleinen Zettel, der in ein Heft oder unter einen Papierstern kommt. Danach folgen vier ruhige Atemzüge.
Trulla fragt: „Welcher Gedanke dreht heute besonders viele Runden? Wo darf er bis morgen ausruhen?“
„Ich darf meinen Gedanken einen Parkplatz geben. Mein Kopf muss nachts nicht alle Probleme lösen.“
Für Eltern: Versprich nicht, dass morgen alles gut ist. Ein ehrliches „Morgen schauen wir gemeinsam weiter“ gibt Sicherheit.
Trullas Veränderungsweg
Schulwechsel, Umzug oder ein neues Geschwisterkind können ein Kinderleben durcheinanderwirbeln. Legt eine Brücke aus Papier oder Steinen: auf die eine Seite „Das kenne ich“, auf die andere „Das ist neu“. Das Kind bewegt einen kleinen Stern langsam hinüber.
Trulla fragt: „Was bleibt, auch wenn sich etwas verändert? Wer oder was begleitet dich über deine Brücke?“
„Ich muss nicht sofort auf der anderen Seite sein. Ich gehe Schritt für Schritt.“
Für Eltern: Auch Erwachsene brauchen bei Veränderungen Zeit. Du darfst sagen: „Für mich ist das ebenfalls neu.“
Trullas Elternpause
Diese Seite ist ausdrücklich für die Erwachsenen gedacht. Lege für einen Moment alles ab. Frage dich: „Was muss heute wirklich sein? Was darf warten? Wen kann ich um Hilfe bitten?“ Wähle nur eine kleine nächste Aufgabe, dann einen warmen Schluck und einen ruhigen Atemzug.
„Du musst nicht alles gleichzeitig tragen. Eine Pause macht dich nicht weniger liebevoll. Auch große Menschen dürfen Hilfe brauchen.“
Für Eltern: Wenn die Belastung dauerhaft zu groß ist, bleib bitte nicht allein. Hilfe anzunehmen ist Fürsorge – für dich und für dein Kind.
Trullas Himmelsplatz
Wenn jemand fehlt — für Kinder und Erwachsene, die einen Menschen oder ein geliebtes Tier verloren haben.
Wenn ein Kind jemanden verliert, hat meistens auch der begleitende Erwachsene jemanden verloren. Vielleicht trauerst du um deine Mutter oder deinen Vater, um deinen Partner, einen Freund oder um ein Tier, das zu eurer Familie gehörte. Du musst deine eigene Trauer nicht verstecken, um deinem Kind Halt zu geben.
Trullas Himmelsplatz begleitet euch dabei, Kindern den Tod behutsam zu erklären, Kindertrauer liebevoll zu begleiten und gemeinsam Abschied zu nehmen – ob von einem Menschen oder einem geliebten Haustier. Kleine Rituale für Trauerarbeit mit Kindern, die ihr zu Hause gemeinsam gehen könnt.
„Ich bin auch traurig. Und ich bin bei dir. Wir müssen das heute nicht lösen.“
Diese Seiten sollen nichts wegmachen
Trauer ist kein Problem, das mit der richtigen Übung verschwindet. Trullas Sternenplatz bietet kleine, sichere Orte für das, was ohnehin da ist: Tränen, Wut, Sehnsucht, Schweigen, Erinnerungen – und manchmal sogar ein Lachen mitten in einem schweren Tag.
Euer Tempo ist richtig
Ihr müsst nicht alle Ideen ausprobieren. Eine einzige kann für heute genug sein. Das Kind darf mitmachen, zuschauen, schweigen, abbrechen oder später wiederkommen. Du darfst selbst bewegt sein und deine eigene Traurigkeit zeigen. Gemeinsam ruhig zu trauern tut oft beiden gut – es bestärkt dein Kind darin, dass sein Gefühl richtig und verstanden ist. Ein schöner Moment ist kein Verrat an der verstorbenen Person oder dem Tier. Trauer und Freude dürfen nebeneinander wohnen.
„Ich kann nicht wegzaubern, dass jemand fehlt. Aber ich kann bei dir bleiben. Wir geben deiner Trauer, deiner Wut und deinen schönen Erinnerungen einen sicheren Platz – ganz langsam und so, wie es heute für dich richtig ist.“
Für schwere Tage: „Vielleicht schafft ihr heute nur ein Licht, eine Farbe oder eine Hand auf dem Rücken. Auch das ist Begleitung.“
Trullas Farbgefühle-Glas
Alle Gefühle dürfen sichtbar werden
Manchmal sind im Bauch so viele Gefühle durcheinander, dass Worte noch gar nicht passen. Farben können zeigen, was gerade da ist – ohne dass das Kind alles erklären muss.
So könnt ihr es machen:
- Ein leeres Glas gemeinsam bemalen oder mit Sternen bekleben.
- Farbiges Salz oder Sand bereitstellen. Das Kind entscheidet selbst, welche Farbe zu welchem Gefühl gehört.
- Schicht für Schicht so viel einfüllen, wie das jeweilige Gefühl heute Platz braucht.
- Das Glas anschauen, ohne es zu bewerten. Morgen darf es ganz anders aussehen.
Trullas leise Fragen: Welche Farbe hat deine Trauer heute? Welche Farbe hat deine Wut? Wo sind deine schönen Erinnerungen? Welches Gefühl braucht besonders viel Platz?
„In meinem Glas dürfen alle Gefühle wohnen. Keines davon ist falsch. Und keines muss heute verschwinden.“
Für dich als Begleitperson: Wenn du selbst mittrauerst, kannst du leise sagen: „Bei mir ist heute auch viel Blau.“ Bleib bei deinem Gefühl, ohne dass dein Kind für dich sorgen muss. Vielleicht gestaltet ihr zwei eigene Gläser und stellt sie nebeneinander.
Trullas Kraft-muss-raus-Platz
Wenn Trauer laut wird und durch den Körper saust
Trauer sieht nicht immer nach Tränen aus. Sie kann stampfen, schimpfen, drücken oder plötzlich ganz wild werden. Diese Kraft braucht keinen Ärger – sie braucht einen sicheren Ausgang.
So könnt ihr es machen:
- Gemeinsam einen sicheren Platz auswählen und vorher klären: Niemand wird verletzt, nichts Wichtiges geht kaputt.
- Papier zerreißen, feste Knete drücken, ein Handtuch verdrehen, in ein Kissen rufen, stampfen, hüpfen oder draußen rennen.
- Danach langsam werden: beide Hände auf den Bauch legen und vier ruhige Atemzüge nehmen.
- Wasser anbieten und nicht sofort nach einer Erklärung fragen.
Trullas leise Fragen: Will deine Kraft drücken, reißen, stampfen oder rennen? Soll ich dabeibleiben oder dir ein bisschen Platz geben?
„Manchmal ist Trauer laut. Dann darf meine Kraft raus, ohne dass jemand verletzt wird. Danach darf mein Körper wieder weich werden.“
Für dich als Begleitperson: Wut des Kindes kann deine eigene Trauer berühren. Wenn du merkst, dass es dir zu viel wird, sag ruhig: „Ich brauche einen Atemzug. Ich bleibe bei dir.“ Halt entsteht nicht dadurch, dass du nichts fühlst, sondern dadurch, dass du für Sicherheit sorgst.
Wo wohnt mein Gefühl?
Der Körper darf erzählen, bevor Worte kommen
Kinder spüren Verlust oft zuerst im Körper: als Stein im Bauch, Knoten im Hals, Druck in der Brust, Gewitter im Kopf oder Kribbeln in Händen und Füßen.
So könnt ihr es machen:
- Die Körpervorlage anschauen und fragen: „Wo merkst du dein Gefühl gerade?“
- Das Kind malt Farben, Formen, Wetterbilder oder kleine Symbole an die passende Stelle.
- Danach darf es einzeichnen, was die Stelle braucht: Wärme, Nähe, Ruhe, Bewegung, eine Decke oder jemanden zum Reden.
- Nichts deuten und nichts verbessern. Das Bild gehört dem Kind.
Trullas leise Fragen: Ist es eher schwer, eng, heiß, kalt, kribbelig oder ganz anders? Was würde dieser Stelle ein kleines bisschen guttun?
„Mein Körper zeigt mir manchmal etwas, bevor ich die richtigen Worte finde. Ich darf ihm zuhören.“
Für dich als Begleitperson: Vielleicht sitzt auch in deinem Körper Trauer. Du kannst sagen: „Bei mir ist heute ein Druck in der Brust.“ Danach bleibst du wieder beim Kind: „Und wo spürst du deins?“ Ihr dürft ähnlich fühlen, ohne dass das Kind dein Gefühl tragen muss.
Trullas Erinnerungsschatz
Gemeinsame Momente bekommen einen sicheren Platz
Erinnerungen können gleichzeitig wärmen und wehtun. Eine Kiste macht sie greifbar. Sie darf geöffnet werden, wenn Sehnsucht da ist – und geschlossen werden, wenn es für heute genug ist.
So könnt ihr es machen:
- Eine Schachtel gemeinsam gestalten. Es gibt kein richtiges Aussehen.
- Fotos, Zeichnungen, Briefe, ein Halsband oder einen Anhänger, Stoff, Muscheln, Eintrittskarten oder andere Erinnerungsstücke hineinlegen.
- Zu einem Gegenstand eine kleine Geschichte erzählen oder aufschreiben.
- Das Kind entscheidet, wann die Kiste geöffnet und wieder geschlossen wird.
Trullas leise Fragen: Welcher Gegenstand fühlt sich heute gut an? Möchtest du etwas erzählen, nur anschauen oder die Kiste wieder schließen?
„Du bist nicht mehr hier. Aber unsere gemeinsamen Momente haben einen sicheren Platz.“
Für dich als Begleitperson: Vielleicht liegen in dieser Kiste auch deine Erinnerungen. Du darfst weinen und sagen: „Das berührt mich.“ Gemeinsam zu trauern tut oft gut und zeigt deinem Kind, dass seine Gefühle richtig sind.
Trullas Sternengruß
Worte dürfen noch einen Platz bekommen
Manches konnte nicht mehr gesagt werden. Ein Sternengruß gibt diesen Worten einen Weg – als Satz, Bild, Kritzelei oder stilles Zeichen.
So könnt ihr es machen:
- Einen Stern aus Papier ausschneiden oder die Vorlage verwenden.
- Darauf schreiben oder malen: „Das vermisse ich“, „Daran erinnere ich mich gern“, „Danke für …“, „Das wollte ich dir noch erzählen“ oder „Ich hab dich lieb.“
- Den Stern in die Erinnerungskiste legen oder an eine kleine Sternengirlande hängen.
- Der Gruß muss niemandem vorgelesen werden.
Trullas leise Fragen: Möchtest du etwas schreiben, malen oder nur eine Farbe auswählen? Soll dein Stern geheim bleiben?
„Auch Worte, die ich nicht mehr persönlich sagen kann, dürfen noch einen Platz bekommen.“
Für dich als Begleitperson: Du darfst ebenfalls einen eigenen Stern schreiben. So sieht dein Kind: Auch Erwachsene vermissen und erinnern sich. Jeder Gruß gehört seinem Menschen; niemand muss den anderen trösten oder etwas vorlesen.
Trullas Erinnerungslicht
Ein ruhiger Sternenmoment zum Erinnern und Abschließen
Ein kleines Ritual gibt der Erinnerung einen Anfang und ein Ende. Das kann besonders hilfreich sein, wenn Gefühle plötzlich sehr groß werden oder die Familie gemeinsam an jemanden denken möchte.
So könnt ihr es machen:
- Ein Foto aufstellen und eine LED-Kerze anzünden. Eine echte Kerze nur gemeinsam mit einem Erwachsenen verwenden.
- Den Namen sagen: „Heute erinnern wir uns an …“
- Eine Geschichte erzählen, ein Bild zeigen oder still beim Licht sitzen.
- Vier Sterne nacheinander vor das Foto legen und sprechen: „Du warst bei mir.“ — „Ich vermisse dich.“ — „Meine Erinnerungen bleiben.“ — „Ich darf weiterleben, lachen und neue schöne Dinge erleben.“
- Das Licht gemeinsam ausschalten oder auspusten.
Trullas leise Fragen: Möchtest du heute etwas erzählen, einen Stern legen oder einfach nur beim Licht sitzen?
„Das Erinnerungslicht geht für heute aus. Die Liebe und unsere gemeinsamen Momente bleiben in meinem Herzen. Ich darf traurig sein. Und ich darf auch wieder lachen.“
Für dich als Begleitperson: Vielleicht ist dieser Moment auch für dich schwer. Ihr dürft gemeinsam still sein oder weinen. Das Ritual muss nicht perfekt gesprochen werden. Wenn die Kerze ausgeht, endet nur der Sternenmoment für heute – nicht eure Verbindung und nicht eure Erinnerung.
Was am Ende bleiben darf
Trullas Sternenplatz soll Trauer nicht kleiner reden. Er soll Kindern und Erwachsenen zeigen: Wir müssen nicht allein damit sein. Wir dürfen erinnern, schweigen, wütend sein, weinen – und irgendwann wieder lachen, ohne jemanden zu vergessen.
„Trauer und Liebe gehören oft zusammen. Wenn jemand fehlt, bleibt die Liebe nicht einfach stehen. Sie sucht sich neue Plätze: in Geschichten, in Sternen, in einem Licht und in deinem Herzen.“
Wenn du selbst kaum Kraft hast
Du musst nicht gleichzeitig perfekt trauern und dein Kind perfekt begleiten. Bitte einen vertrauten Erwachsenen, bei einem Ritual dabeizusein. Lass dir Essen bringen, Aufgaben abnehmen oder einfach Gesellschaft leisten. Dein Kind darf sehen, dass Menschen einander in schweren Zeiten helfen.
Wenn zusätzliche Unterstützung guttun kann: Wenn du dir Sorgen um dein Kind machst, der Alltag dauerhaft kaum noch gelingt oder Angst, Schlafprobleme und Rückzug sehr belastend werden, darfst du Unterstützung suchen – zum Beispiel bei der Kinderarztpraxis, einer Familienberatungsstelle oder einer Trauerbegleitung für Kinder und Familien. Hilfe zu holen bedeutet nicht, dass ihr es falsch macht.
Für heute: „Vielleicht braucht ihr heute keine Übung. Vielleicht braucht ihr nur eine Decke, einen Kakao und jemanden, der sagt: Ich bin da. Das ist nicht zu wenig.“
Hinweis: Die Anregungen ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Sie sind als liebevolle Begleitung im Familienalltag gedacht.
Alle sechs Übungen mit Vorlagen zum Ausdrucken.