Eins, zwei, drei, vier –
alles ist in dir.

Trulla sitzt lächelnd unter dem Sternenhimmel

Gefühlswelt

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✨ Gefühlswelt

Trullas Gefühlswelt

Kleine Übungen, die Kindern helfen, Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und gut mit ihnen umzugehen.

Selbstregulation

Trullas Klopf-Ruhe

Sanftes Klopfen an 10 Punkten hilft dabei, große Gefühle Stück für Stück ruhiger werden zu lassen. Trulla zeigt dir jeden Punkt genau.

Schritt 1: Ankommen – Handkante Schritt 2: Wahrnehmen – Augenbraue Schritt 3: Platz machen – neben dem Auge Schritt 4: Atmen – unter dem Auge Schritt 5: Locker lassen – unter der Nase Schritt 6: Mut – Kinnpunkt Schritt 7: Spüren – Schlüsselbein Schritt 8: Entlasten – unter dem Arm Schritt 9: Ruhe – Scheitel Schritt 10: Nachspüren – Hände aufs Herz

Zum Ausdrucken, Ausschneiden und immer wieder Nutzen.

Selbstregulation

Trullas Gedankenfäden

Eine Zeichenübung für Gedanken und Situationen, die sich im Kopf festgefahren anfühlen. „Ich darf Abstand schaffen und bei mir bleiben.“

Schritt 1: Bemerken Schritt 2: Zeichne dich Schritt 3: Zeichne den Gedanken Schritt 4: Raum geben Schritt 5: Fäden zeichnen Schritt 6: Abstand schaffen Schritt 7: Nachspüren

Zum Ausdrucken, Ausschneiden und immer wieder Nutzen.

Positive Wahrnehmung

Trullas Gute-Momente-Glas

Sammelt jeden Tag einen kleinen guten Moment – zum Malen, Schreiben und Wiederentdecken. „Ein guter Moment muss nicht groß sein.“

Schritt 1: Gestalten Schritt 2: Entdecken Schritt 3: Festhalten Schritt 4: Sammeln Schritt 5: Erinnern

Zum Ausdrucken, Ausschneiden und immer wieder Nutzen.

Innerer Frieden

Trullas Pono-Pono-Friedensweg

Ein liebevoller Weg für Gefühle, Gedanken und Situationen, die sich noch schwer anfühlen. „Ich bin nicht schuld an allem. Aber ich kann liebevoll für mich sorgen.“

Schritt 1: Anerkennen Schritt 2: Verantwortung Schritt 3: In Frieden gehen Schritt 4: Danken Schritt 5: Liebe schicken Schritt 6: Loslassen

Zum Ausdrucken, Ausschneiden und immer wieder Nutzen.

Einschlafhilfe & Mutritual

Trullas blaue Sternenschutz-Kuppel

Für einen ruhigen Abend und schöne Träume. „Mein Licht ist bei mir. Ich darf mich geborgen fühlen.“

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Zum Ausdrucken und als kleines Abendritual.

Atemübung

Trullas Vier-Sterne-Atem

Vier ruhige Atemschritte, je vier Sekunden: einatmen, Luft halten, ausatmen, leer bleiben. Fahre dabei mit dem Finger am Sternenquadrat entlang.

Trullas Vier-Sterne-Atem – vier Atemschritte

Wenn sich eine Atempause unangenehm anfühlt, einfach ohne Anhalten ruhig weiteratmen.

Mutritual & Geborgenheit

Trullas goldene Schutzsonne

Ein kleines Ritual für unsichere oder ängstliche Momente. „Meine Schutzsonne ist bei mir. Ich bin hier. Mut und Ruhe sind in mir.“

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Zum Ausdrucken und als kleines Mutritual für unterwegs.

Selbstregulation

Trullas Farbenzauber

Farben, die dir helfen können. „Du musst dein Gefühl nicht wegzaubern. Aber vielleicht kann eine Farbe ihm helfen, sich ein kleines bisschen zu verwandeln.“

Blau – wenn du aufgeregt oder wuselig bist Gelb oder Orange – wenn du traurig bist Grün – wenn du nervös oder unsicher bist Gold – wenn du Mut und Geborgenheit brauchst

Zum Ausdrucken und als kleine Vorstellungsübung für zwischendurch.

Selbstbehauptung & starke Worte

Trullas Grenzensterne

Nein sagen lernen & Grenzen setzen für Kinder

„Meine Grenze zählt – deine auch.“ Sechs kurze, klare Sätze auf goldenen Sternen, mit denen Kinder üben können, ihre eigene Grenze auszudrücken.

Trullas Poster mit sechs goldenen Sternen und den Sätzen Stopp, Nein, Ich möchte das nicht, Bitte geh zurück, Ich brauche Abstand und Ich hole mir Hilfe.

Kinder dürfen lernen, ihrem eigenen Gefühl zu vertrauen. Manchmal spürt ein Kind ganz deutlich: Das ist mir zu nah. Das möchte ich nicht. Hier brauche ich Abstand. Doch in einem aufregenden Moment fehlen oft die passenden Worte.

Auf sechs goldenen Sternen schenkt Trulla Kindern kurze, klare Sätze, die sich leicht merken und gemeinsam üben lassen: Stopp! · Nein. · Ich möchte das nicht. · Bitte geh einen Schritt zurück. · Ich brauche Abstand. · Ich hole mir Hilfe.

Trulla sagt: „Dein Nein ist wichtig. Du darfst deutlich sprechen und gut auf dich aufpassen. Und genauso achten wir auch das Nein eines anderen Kindes.“

So könnt ihr das Poster nutzen

Schaut euch das Poster in einem ruhigen Moment gemeinsam an. Das Kind darf einen oder zwei Sätze auswählen, die sich für es gut und stark anfühlen. Sprecht die Sätze zuerst leise, dann deutlich und schließlich mit einer ausgestreckten Stopp-Hand. Kleine Rollenspiele helfen dabei, dass die Worte im entscheidenden Moment leichter wiedergefunden werden.

Wichtig ist: Ein Kind muss eine unangenehme Situation nicht allein lösen. Wird sein Stopp nicht beachtet, darf es weggehen, laut werden und sich Hilfe bei einer vertrauten erwachsenen Person holen.

Ein kleiner Trulla-Moment für Eltern

Manche Kinder sagen sehr schnell und laut Nein. Andere werden still, lachen unsicher oder können in dem Moment gar nichts sagen. Auch Erstarren ist eine mögliche Reaktion. Das Kind trägt deshalb niemals die Schuld, wenn seine Grenze nicht respektiert wurde.

Wir können Kinder stärken, indem wir ihr Nein auch im Alltag ernst nehmen, körperliche Nähe ankündigen und gemeinsam sichere Ansprechpersonen benennen. Grenzen setzen und Grenzen anderer achten gehören immer zusammen.

PDF im A4-Format – beim Drucken „Tatsächliche Größe" oder „100 %" auswählen. Für Zuhause, Kita, Schule und pädagogische Räume.

Bestärkung

Trullas Sternensätze

Manchmal fühlt sich ein Tag grau an. Manchmal wird ein Gefühl riesengroß, die Angst erzählt wilde Geschichten, oder der Weg vor dir sieht viel zu weit aus. Für genau solche Momente gibt es Trullas Sternensätze – sie erinnern dich daran, was alles in dir steckt: Mut, Ruhe, Vertrauen und die Kraft, dir Hilfe zu holen.

Such dir deinen Sternensatz aus: Welcher Satz passt heute zu dir? Lies ihn leise oder laut und nimm seine Worte mit in deinen Tag. Du musst nicht alle Sätze auf einmal können – manchmal reicht ein einziger, der genau im richtigen Moment wieder zu dir zurückkommt.

Auch an einem Regentag gibt es etwas, das ich mag. Ich bin mutiger, als meine Angst mir erzählt. Mein Gefühl darf da sein, und es geht auch wieder vorbei. Ich muss nicht den ganzen Weg sehen, der nächste Schritt reicht. Stück für Stück schaffe ich das. Ich muss nicht alles auf einmal können. Ich darf Nein sagen. Ich darf sagen, was ich brauche. Ich darf um Hilfe bitten. Ich muss nicht allein bleiben, ich darf jemanden zu mir holen. Ich bin liebenswert, genauso wie ich bin. Ich gehöre dazu. In diesem Moment bin ich sicher. Für diesen Moment habe ich alles, was ich brauche. Ich darf Fehler machen und weiterlernen. Ich muss es noch nicht können, ich darf es lernen. Das kriegen wir schon hin. 1, 2, 3, 4. Alles ist in dir.

PDF zum Ausdrucken – 18 Sternensätze auf drei Ausschneidebögen. Ausschneiden und deinen Lieblingssatz immer bei dir tragen: an den Spiegel hängen, neben dein Bett legen oder in die Schultasche stecken.

Für zwei & wenn ihr euch gestritten habt

Trullas Gefühlsbrücke

Manchmal werden Gefühle so laut, dass auch die Worte laut werden. Dann hört man plötzlich nur noch: „Du hast aber …!“ „Nein, du!“ „Immer machst du …!“ So wird der Streit meistens nur noch größer. Trulla kennt einen anderen Weg. Sie sucht nicht zuerst danach, wer schuld ist. Sie möchte verstehen, was in beiden Herzen passiert ist.

⚠️ Wichtig: Wenn ihr noch sehr wütend oder aufgeregt seid, macht zuerst eine Pause. Reden könnt ihr, sobald es in euch ein kleines bisschen ruhiger geworden ist.

Karte 1: Was ist passiert? Karte 2: Wie haben wir uns gefühlt? Karte 3: Was haben wir gebraucht? Karte 4: Was hilft uns jetzt?

1, 2, 3, 4 – über die Gefühlsbrücke zu dir

1. Was ist passiert? Erzählt nacheinander, was ihr gesehen oder gehört habt – ohne „immer“, „nie“ oder „Du bist gemein“. Zum Beispiel: „Du hast den roten Stift genommen, während ich noch damit gemalt habe.“

2. Wie haben wir uns gefühlt? Jetzt darf jeder erzählen, wie es ihm dabei ging. „Ich war wütend, weil ich den Stift noch brauchte.“ „Ich habe mich erschrocken, als du mich angeschrien hast.“ Gefühle sind nicht falsch. Zwei Menschen können dieselbe Situation ganz unterschiedlich erleben.

3. Was haben wir gebraucht? Hinter einem Gefühl steckt oft etwas, das uns wichtig ist. Vielleicht hast du gebraucht: Hilfe, Ruhe, Platz, Sicherheit, Aufmerksamkeit, Fairness, Mitbestimmung, Trost, Zeit, das Gefühl, gehört zu werden. „Ich wollte mein Bild erst fertig malen.“ „Ich wollte auch mitmachen.“

4. Was hilft uns jetzt? Überlegt gemeinsam, was ihr euch wünscht und was jetzt helfen könnte. „Bitte frag mich das nächste Mal, bevor du den Stift nimmst.“ „Wir können uns abwechseln.“ „Ich brauche noch eine kleine Pause.“ „Möchtest du danach mit mir weitermalen?“ Ein Wunsch ist keine Forderung. Der andere darf ebenfalls sagen, was er braucht. Manchmal findet ihr sofort eine Lösung. Manchmal braucht es noch etwas Zeit.

Trulla sagt: „Bei einem Streit gibt es nicht nur deine Seite und meine Seite. Dazwischen können wir eine Brücke bauen.“

Trullas Merksatz

Was ist passiert? · Wie ging es uns? · Was brauchten wir? · Was hilft uns jetzt?

Für Erwachsene

Trullas Gefühlsbrücke ist an die Gewaltfreie Kommunikation angelehnt. Im Mittelpunkt stehen nicht Schuld und Rechtfertigung, sondern Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse und eine konkrete Bitte.

Kinder können ein klärendes Gespräch meist erst führen, wenn ihre starke Aufregung etwas nachgelassen hat. Zuerst brauchen sie möglicherweise Nähe, Abstand, Ruhe oder die Begleitung eines Erwachsenen.

Hilfreiche Fragen: „Was ist passiert?“ · „Wie hast du dich dabei gefühlt?“ · „Wie könnte es dem anderen Kind gegangen sein?“ · „Was war dir in diesem Moment wichtig?“ · „Was könnte euch jetzt helfen?“

Weniger hilfreich: „Wer hat angefangen?“ · „Du hast doch aber auch …“ · „Jetzt vertragt euch endlich.“ · „Sag sofort Entschuldigung.“ · „Das war doch gar nicht schlimm.“

Eine Entschuldigung bekommt erst dann Bedeutung, wenn ein Kind verstanden hat, was passiert ist und wie es dem anderen damit ging. Das Ziel ist deshalb nicht ein schnelles „Entschuldigung“, sondern echtes Verstehen und eine Lösung, die beiden hilft.

Trullas Gefühlsbrücke – vier Karten für ein klärendes Gespräch: 1. Was ist passiert? 2. Wie haben wir uns gefühlt? 3. Was haben wir gebraucht? 4. Was hilft uns jetzt?